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Tipps für Motorradfahrer
Den häufigsten Fehler, den Motorradfahrer beim Umgang mit der Starterbatterie begehen ist die falsche Art der Überwinterung. Durch die Selbstentladung fällt die Batteriespannung in dieser Zeit so weit ab, das die Folge eine Sulfatierung der Bleiplatten verursacht.
Deshalb vor der Einlagerung des Motorrades:
Batterie ausbauen, und mit einem für Motorradbatterien geeigneten Ladegerät ca. alle 4-6 Wochen nachladen.
Batterie-Erhaltungsladegerät mit geringem Ladestrom oder ein anderes geeignetes automatisch geregeltes Ladegerät anschließen.
Allgemeine Tipps:
- Bitte immer den Kaufbeleg aufbewahren, damit man die Batterie später wieder dem Händler übergeben kann, bei dem sie gekauft wurde. Somit ist eine problemlose und umweltgerechte Entsorgung gewährleistet.
- Neue Batterien sind grundsätzlich trocken vorgeladen, damit die Batterie nicht schon vor der Inbetriebnahme mit Säure befüllt werden muß. Eine Batterie beginnt nämlich zu altern, sobald die Bleiplatten mit der Säure in Berührung kommen. Außerdem ist dies aus Transport- bzw. Sicherheitsgründen vorgegeben.
- Umgang mit einer neuen Batterie: Sicherheitsstopfen vom Anschluß für den Entlüftungsschlauch abziehen und die Verschlußstopfen der einzelnen Zellen entfernen!
Befüllen der Zellen bis zur oberen Säurestandsmarkierung mit Batteriesäure. Die kurze chemische Reaktion im Innern abwarten (Batterie wird fühlbar warm). Danach hat sich der Säurepegel in der Regel ein wenig gesenkt, so daß noch etwas Säure nachgefüllt werden muß. Nur bei der Erstbefüllung Batteriesäure verwenden, danach den Pegel nur noch mit destilliertem Wasser korrigieren.
Lappen, mit denen Säure aufgewischt wurde, gehören in den Sondermüll und müssen entsprechend entsorgt werden!
Wichtig: Verschlußstopfen drauf, den Gummistopfen entfernen (und vernichten !) und den Entlüftungsschlauch knickfrei anbringen.
- Wartung der Batterie: Um Schäden durch Kurzschlüsse und Säurespritzer zu vermeiden, empfiehlt es sich, die Batterie zunächst aus dem Fahrzeug auszubauen.
Lösen Sie immer erst das Minus-, und dann erst das Pluskabel, denn nur so vermeiden Sie effektiv Kurzschlüsse! Befestigen Sie aus diesem Grunde bei der späteren Montage umgekehrt immer zuerst das Pluskabel.
Reinigen Sie die Batterie zunächst äußerlich, denn eine Schmutzschicht kann durchaus zu Kriechströmen und damit zu Ladeverlusten führen.
Säurepilz an den Polen? Der sogenannte Säurepilz greift die Batteriepole an und im schlimmsten Fall zerfrißt er diese. Um das zu verhindern, hilft der Einsatz von ein wenig Polfett an gefährdeten Stellen zwischen Pol und Gehäuse - nicht den Pol selbst fetten.
Befindet sich Ihre Batterie in schlechtem Ladezustand, so ermitteln Sie die Ursache.
Ist das Fahrzeug lange Zeit nicht bewegt worden, oder wird es nur im Kurzstreckenbetrieb gefahren und dabei oft mit dem E-Starter angelassen, brauchen wir uns nicht zu wundern - im normalen Fahrbetrieb deutet eine schlaffe Batterie jedoch auf mangelnde Ladung hin. Schäden an Lichtmaschine, Gleichrichter und Regler können die Ursache sein. Fragen Sie Ihre Werkstatt, wenn Sie dieses Problem nicht selbst mit Hilfe eines Handbuches lösen können.
- Laden einer Batterie: Zum Laden der Batterie diese grundsätzlich ausbauen, um den Säurestand besser ablesen zu können, bzw. damit die Zuleitungen und Klemmen der Ladegeräte weniger kurzschlußgefährdet sind.
Fehlt der Batterie Flüssigkeit, den Stand mit destilliertem Wasser korrigieren. Bitte erst nach dem Ladevorgang damit beginnen, da die Säure beim Laden an Volumen gewinnt, und der Pegel dadurch steigt. Die Batterie immer vollständig laden. Teilweises Laden ist für eine Batterie genauso schädlich wie eine Überladung.
- Wartungsfreie Batterien: Absolut wartungsfreien Batterien besitzen keine erkennbaren Deckel und Entlüftungen. Eine wartungsfreie Batterie bekommt ihren Namen daher, daß kein destilliertes Wasser aufgefüllt werden muß und kann. Wasser wird durch Gasung und Zersetzung verbraucht.
Wartungsfreie Batterien sind aus anderen Materialien hergestellt, um dieses möglichst zu vermeiden. Auch die Säure besitzt eine andere Dichte. Der Füllstand der Erstfüllung hält ein Batterieleben, wenn man ein paar Dinge beachtet. Verwenden Sie diese Batterie nur, wenn sie auch werksseitig eingebaut wurde (Ladespannung des Generators ist extra abgestimmt). Laden Sie solche Batterien nur mit geeigneten Ladegeräten. Öffnen Sie niemals solch eine Batterie, denn sie wird danach unbrauchbar.
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